Ihr Experte für Dichtheitsprüfungen

Stiftung Warentest gab bekannt, dass vermutlich fast alle privaten Abwasserleitungen, die sich auf deutschen Grundstücken befinden, undicht sind. Öffentliche Kanalnetze werden im Gegensatz zu privaten Anschlüssen permanent im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten saniert. Die Investitionen der Kommunen in Millionenhöhe für die Kanalsanierung sind allerdings ohne Wirkung, wenn Privatanschlüsse undicht sind.

Logo und Einsatzgebiet auf FahrzeugWasserversorgung und Abwasserentsorgung sind in unserer modernen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. In Deutschland verbraucht jeder Einwohner durchschnittlich 127 Liter Wasser pro Tag. Zum Beispiel für Körperpflege, Waschen, Kochen und Putzen, welches dann als Schmutzwasser im Abfluss verschwindet.

Die Ableitung kann entweder im Trennsystem erfolgen, wobei Regenwasser und Schmutzwasser in separaten Leitungen abgeleitet werden, oder in Mischsystemen über eine gemeinsame Leitung.

Das Abwasser wird über Kanäle gesammelt und den Kläranlagen zugeführt. Sind die Kanäle schadhaft, so kann das Abwasser austreten und den umgebenden Boden sowie das Grundwasser verunreinigen. Dies nennt man Exfiltration. Wenn das Grundstück in einer Wasserschutzzone liegt, kann dadurch auch die Trinkwassergewinnung beeinträchtigt werden. Bei hohen Grundwasserständen kann durch den Schaden aber auch Grundwasser in die Abwasserleitung eintreten. Dies nennt man Infiltration.

Durch fehlerhaft angeschlossene Leitungen sowie Drainageanschlüsse gelangen zusätzlich unerwünschte Wassermengen in die Kanalisation. Dies kann bei Hochwasser zu Überlastungen und Rückstau führen, mit der Gefahr, dass tiefliegende Räume überflutet werden.

Dieses sogenannte Fremdwasser wird dann zusätzlich zum regulären Abwasserabfluss in die Kläranlage eingeleitet. Dies verschlechtert die Qualität der Abwasserreinigung.

Wenn allerdings nur die öffentlichen Kanäle saniert werden, so verlagert sich das Problem lediglich auf die Grundstücksentwässerungsleitungen. Die erheblichen Sanierungsinvestitionen sind nutzlos, wenn nicht öffentliche und private Kanäle und Leitungen gleichermaßen saniert werden.

Die Zuständigkeit für die ordnungsgemäße und umweltgerechte Entsorgung des Abwassers liegt aber nicht nur bei der öffentlichen Hand. Laut Gesetzgebung ist jeder einzelne Grundstückseigentümer der Betreiber und damit auch verantwortlich für den ordnungsgemäßen Bau, Betrieb und Unterhalt seiner privaten Entwässerungsanlage. Diese besteht aus den Grundleitungen, also den Leitungen, die zum Teil unterhalb der Grundplatte des Hauses verlaufen, und der Anschlussleitung, diese verbindet die Grundleitungen mit dem öffentlichen Kanal. Die Zuständigkeit für die Anschlussleitung kann also auch in den öffentlichen Straßenraum hineinragen. Was genau zur privaten Entwässerungsanlage gehört, ist in den Entwässerungssatzungen geregelt.

Aber unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben gibt es für den Grundstückseigentümer gute Gründe, dafür zu sorgen, dass seine Entwässerungsanlagen störungsfrei funktionieren. Durch Undichtigkeiten wird beispielsweise der Einwuchs von Wurzeln begünstigt, es entstehen also Abflusshindernisse. Unter dem Rohr kann es durch die Einspülung im Bereich der Undichtigkeiten zu einer Hohlraumbildung kommen, die zu Setzungen und im schlimmsten Fall auch zum Einsturz führen kann. Bei Unterspülungen unter der Bodenplatte kann dies auch Auswirkungen auf die Bausubstanz haben. Es besteht außerdem die Gefahr, dass eingespülte Bodenpartikel feste Ablagerungen in den Leitungen verursachen. Dadurch kann es zum Rückstau bis in den Keller kommen. Im schlimmsten Fall bis zur Straßenoberkante, der sogenannten Rückstauebene. Damit so etwas nicht passiert, müssen öffentliche und private Leitungen regelmäßig kontrolliert und, falls erforderlich, saniert werden. Wenn Schäden frühzeitig erkannt werden, können größere Schäden und damit auch Kosten vermieden werden. So kann der Grundstückseigentümer den Wert seiner Entwässerungsanlage erhalten.


Häufige Fragen zur Dichtigkeitsprüfung

Die Vorbereitung der Prüfung des Hausanschlusses kann sich vorteilhaft erweisen. Die Kenntnis über vorhandene Abwasserleitungen sind wichtig. Alles Wissenswerte dazu steht zum Beispiel in alten Hausakten. Daraus kann eine grobe Skizze der Lage erstellt werden.

Die Angabe der Leitungslänge ist ebenfalls von Vorteil, damit sich das Unternehmen besser auf die jeweiligen Verhältnisse einstellen kann. Im Rahmen der eigentlichen Untersuchung werden die Lagepläne in vielen Fällen bei der Kamerabefahrung der Anschlüsse erstellt.

Zudem ist es ratsam, den Hausanschluss vor der Prüfung vom Experten reinigen zu lassen. Die Reinigung kann im Rahmen der Prüfung durchgeführt werden. Sie erfolgt mit Hochdruckspüldosen. Zum Entfernen eingewachsener Wurzeln, harte Ablagerungen oder vorstehenden Einläufen werden häufig auch Rohrfräsen eingesetzt.

Die Hilfsmittel werden durch vorhandene Reinigungsöffnungen oder Kontrollschächte in die Leitung eingeführt. Sind keine Inspektionsöffnungen oder Kontrollschächte vorhanden, müssen diese nachträglich nachgerüstet werden. Nachdem die Anschlüsse gereinigt wurden, lässt sich gut erkennen, ob sie saniert werden müssen oder im Optimalfall wirklich dicht sind.

Wenn die Dichtheitsprüfung des Hausanschlusses negativ ausfällt, sind in der Folge Reparaturmaßnahmen beziehungsweise Sanierungsarbeiten zwingend erforderlich. Aufgrund der Reparaturen und Sanierungen resultieren weitere Kosten, die von den jeweiligen Maßnahmen abhängig sind.

Die Höhe des Schadens und die Länge der Leitungen bestimmen den Preis maßgeblich. Auf Wunsch erfolgt selbstverständlich eine ausführliche Beratung zu allen Fragen und potenziellen Kosten, die im Rahmen der Prüfung auftreten können.

Muss der Hausanschluss auf Dichtheit überprüft werden, hängen die Kosten von verschiedenen Faktoren ab, die sich je nach Grundstück und Gebäude unterscheiden können. Dazu gehören mögliche Leitungsverzweigungen, die Länge der Leitungen oder die individuelle Zugänglichkeit zum Hausanschluss. Der tatsächliche Wert, der für die Überprüfung des Hausanschlusses veranschlagt werden kann, kann auch bei einem Einfamilienhaus deutlich variieren.

In den Kosten enthalten ist die Überprüfung der Dichtheit von einem Sachverständigen, der bei einem Beratungsgespräch eine genauere Angabe zu den erwartenden Kosten machen kann. Zu den verschiedenen Dienstleistungen im Rahmen der Prüfung gehören eine komplette Dokumentation dieser sowie die Reinigung des Hausanschlusses.

Wer sich mit der Nachbarschaft zusammenschließt, hat die Möglichkeit die Kosten zu teilen. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass die Mehrzahl aller Hausanschlüsse tatsächlich undicht sind und es daher zu weiteren Kosten kommen kann, beispielsweise für die Abdichtung oder die Erneuerung dieser.


Information zur Kamerainspektion und Dichtheitsprüfung

Eine Möglichkeit zur Überprüfung der Grundstücksentwässerungsanlage ist die Inspektion mit einer Videokamera. Da Abwasserleitungen zur Grundstücksentwässerung kleine Durchmesser, viele Krümme und Abzweige haben und häufig schlecht zugänglich sind, kommen hier besonders kleine Spezialkameras zum Einsatz. Bei der Kamerabefahrung werden Filme aufgezeichnet, aus denen ein Fachmann den Zustand des Kanals erkennen kann. Zusätzlich wird eine Dokumentation erstellt, in welcher die optisch erkennbaren Schäden nach den geltenden Normen vermerkt werden. Diese Dokumentation dient auch als Grundlage für eine eventuelle Sanierungsplanung. Anhand von Schadenskriterien kann ein Fachmann Undichtigkeiten der Leitung erkennen. Der Zustand der Anschlussleitung kann auch bereits Hinweise auf den Zustand der Leitung unter der Bodenplatte geben. Sind hier schon starke Schäden erkennbar, kann eventuell auf die aufwändigen Untersuchungen unter der Bodenplatte verzichtet werden.

In Gebieten der Wasserschutzzone 2 ist für den Dichtheitsnachweis eine Druckprobe mit Wasser oder Luft erforderlich. Bei der Druckprobe mit Wasser werden einzelne Leitungsabschnitte auf Dichtheit geprüft. Dazu werden sie separat mit Absperrelementen verschlossen und mit Wasser befüllt. Jede Leitung muss dann einen vorgeschriebenen Wasserdruck eine bestimmte Zeit lang halten. Gemessen wird also, wie viel Wasser im Leitungssystem verschwindet. Unterschreitet diese Wassermenge einen bestimmten Wert, gilt die Dichtheitsprüfung als bestanden und es wird eine Bescheinigung ausgestellt. Es sind dann keine weiteren Maßnahmen mehr erforderlich. Achten Sie darauf, dass die Inspektion und Dichtheitsprüfung nur von sachkundigen Unternehmen durchgeführt wird, welche die Kriterien nach der Verwaltungsvorschrift des Landes erfüllen.


Informationen zur Sanierung

Wurde die Dichtheitsprüfung nicht bestanden oder wurden bei der Inspektion bereits Schäden erkannt, muss dieser Schaden beseitigt, d.h. saniert, werden. Die Sanierung ist Sache des Grundstückseigentümers und muss von ihm organisiert und finanziert werden. Eine Möglichkeit der Sanierung ist die Erneuerung der defekten Leitung in offener Bauweise.
Je nach Art der Schäden sowie die Zugänglichkeit der Leitungen, sind auch eine Vielzahl unterschiedlicher grabenloser Sanierungsverfahren möglich. Dabei steht der Grundstückseigentümer vor der Frage, welches Sanierungsverfahren am besten geeignet und wirtschaftlich am günstigsten ist.


Schlauchlining

Ausgefahrener Schlauch am LKWBeim Schlauchlining wird in die schadhafte Leitung ein flexibler Schlauch eingezogen. Dieser Schlauch ist mit einem aushärtenden Harz getränkt und wird von innen an die Rohrwandung gepresst. Dieses Verfahren kann auch bei beengten Platzverhältnissen aus dem Keller heraus angewandt werden. Der Zeitbedarf für die Sanierung beträgt lediglich einen Tag.
Bei der Verfahrensauswahl sind sehr viele Aspekte zu berücksichtigen, daher ist bei der Wahl eines geeigneten Sanierungsverfahrens eine fachliche Beratung unbedingt notwendig.
Man sollte ein Verfahren wählen, das die gesamte Leitung langfristig abdichtet. Dabei ist auch zu überlegen, ob die Leitungen unter der Grundplatte durch abgehängte Leitungen unter der Kellerdecke ersetzt werden können. Das hat den Vorteil, dass diese Leitungen nie mehr auf Dichtheit geprüft werden müssen, da sie im Kellerbereich einer ständigen Kontrolle unterliegen.
Ein dichtes Kanalsystem aus öffentlichen und privaten Leitungen liegt auch im Interesse des Grundstückseigentümers. Schützen Sie Ihre Umwelt, erhalten Sie die Funktionsfähigkeit Ihrer Leitungen, betrachten Sie Ihre Grundstücksentwässerungsanlage als zu erhaltenden Vermögenswert. Kontrollieren Sie Ihre Leitungen.